Report >> Musikmesse Frankfurt 06. - 09. April 2011
Letztes Jahr schrieb ich an gleicher Stelle: „Am Ende dieses Jahrzehnts ist der Schlagzeugmarkt auf einem hohem Niveau zu sehr günstigen Preisen angelangt, was zu toppen immer schwieriger wird. Auch halten sich manche Hersteller mit Innovationen in den wirtschaftlich eher schwierigen Zeiten zurück“.
Das kann man auch für dieses Jahr getrost stehen lassen.
Zwar kamen die Märkte in Europa und Asien durchaus wieder in Fahrt, doch in den USA stagniert der Musikmarkt weiterhin. Daraus resultiert, dass manches zwar neu erscheint, aber nicht wirklich besser ist.
Und genau so gespalten zeigt sich die Branche; während Zildjian Apps für Apple Produkte liefert, führt Paiste eine Serie wieder ein, die bereits in den 50er Jahren entwickelt wurde. Gretsch bedient sich dem Design der 50er, während andere sich an eckigen Trommeln versuchen.
Drumcraft
Das Danny Gottlieb Signature Set gibt es im neuen Look.Da der Vorrat an Bubinga Holz aufgebraucht ist und Vorlieferanten keine 100% sichere Bezugsquellen angeben konnten, verzichtet DrumCraft künftig auf die Verwendung dieser Holzart.
Stattdessen sticht das Set optisch durch die American Walnut. Außenlage, die mit einem „Charcoal to Natural Burst“ Hochglanz-Finish veredelt wird, hervor.
Das Design der Serie 8 wird um ein weiteres, attraktives Finish „Natural Satin“ erweitert.
Im Mittelpunkt bei DW steht wie zu erwarten die bereits zu Anfang des Jahres eingeführte Performance Serie.
Die Collectors Serie ist mit den neuen True Hoops ausgestattet, die zwar aus Stahl sind, jedoch von den Eigenschaften den Gussreifen sehr ähnlich sein sollen
stellt die neue Turning Point Hardware System vor.
Dem Gewicht zuliebe werden die Ständer aus Aluminium gefertigt und haben eine durchaus gefällige Form. Statt der Flügelschraube gibt es einen federnd gelagerten Mechanismus namens „Swing Nut“
Als neue Serie wird dieses Jahr die Meinl Classic Custom Becken vorgestellt.
>> Produkt-Video Classic Custom (YouTube)
Hergestellt aus B10 Bronze sollen sie die Lücke zwischen den Einsteigerserien Classics und den Profi-Linien MB8 / MB10 schließen.
In der Bycance Serie kommt die Untergruppe Bycance Vintage, in der sich die Sand Rides und Hi Hats einreihen.
Neu dazu gekommen sind die Sand Trash Crashes.
Bei den Traditionals gibt es Extra Thin Hammered Crashes.
In der im letzen Jahr vorgestellten M-Serie gibt es neue Typen. Aber nicht wie erwartet oder ersehnt Dünnere, sondern Dickere. Medium Heavy Crashes, Heavy Rides und Heavy Hi Hat. Außerdem Splash und Bell.
Die Sound Caster Fusion Crashes gibt es nun auch in „Thin“.
Im letzten Jahr schrieb ich: „Eigentlich wäre das neu entwickelte B-20 Material aus deutscher Fertigung dem schweizer Beckenhersteller auf dem Leib geschrieben gewesen. Wäre ihm doch mit diesem Material möglich gewesen, an die Erfolge der legendäre Formula 602 Serie anzuknüpfen“. Dass diese legendäre Serie aber tatsächlich wieder eingeführt, wird hätte ich jedoch kaum für möglich gehalten. Paiste verfügt über beste Kenntnisse dieses Materials und gefertigt wird nach über 50 Jahre alter Tradition. So sehen sie nicht nur so aus, sondern klingen eben tatsächlich genau so wie nur Formulas klingen. Zunächst ist die Palette begrenzt auf 16" und 18" Thin Crashes, 14" Sound Edge Hi-Hat, 20" Medium Ride sowie 20" Medium Flatride
Eine ganz andere Klangrichtung, nämlich die eher erdigen, vintage Jazz Sounds zeigt die Twenty Masters Collection. Die 11 Ridebecken wurden in Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern generiert.
In der Alpha Serie gibt es neu die Swiss Crashes, wie der Name sagt, durchlöchert wie Schweizer Käse für einen kräftigen trashy - Sound.
Low Mass ist der Schlüssel bei dem neuen Pearl Reference Pure Drums, die mit den neu entwickelten „Low Mass Even-Ply Shells“, „STL Swivel Tube Lugs“ und den ebenso neuen „Fat Tone Hoops“ den ultimativen Sound fürs Studio liefern sollen.
Im Masters Bereich fallen die Birkenkessel weg, dafür gibt es jetzt das Masters Ledgend, ebenfalls mit 5,4 mm starkem „Low Mass Even-Ply Shell“ und „Fat Tone Hoops“.
not a Crash, not a Ride Bei Sabian dreht sich alles um das OMNI, welches der AAX Serie zugeordnet wird.
Entwickelt wurde dieses in der brillianten Mitte, mittelschweres und zum Rand hin dünnes, traditionelles Becken in Zusammenarbeit mit Jojo Mayer. “For me, this opens up a whole new approach to playing cymbals. Never has so much sonic versatility existed in just one cymbal. This is a go-anywhere, play-anywhere cymbal, and ultimately, you can play any gig with just this one cymbal on your kit.”
Zunächst lieferbar in 18" und 22"
Das 19" und 21" Vault Holy China wurde mit Chad Smith entwickelt.
Aufgabenstellung war das lauteste machbare Chinabecken zu erschaffen.
Da Sonor die Force Serie bisher im 3-Jahres Rhythmus überarbeitet hatte, wäre ein Update bereits 2009 fällig gewesen. Zweimal verschoben hat sich die lange Wartezeit gelohnt. Sehr ansprechende Hardwarefeatures und interessante neue Farben.
Den Einstieg bildet das Folien Set Smart Force (ersetzt 507 und 1007), gefolgt von Essential Force (2007 aus Birke) und Select Force (3007 aus Ahorn).
Den Aufstieg von den Force Serien zur Oberklasse soll das neue Sonor Ascent (Aufstieg) erleichtern, das aus dem für deutschen Trommelbau historischen Material Buche gebaut wird.
zeigt in den High End Serien (mal wieder) ein paar spektakuläre Farben.
In der Mittelklasse löst das Silverstar das Superstar (Custom, EFX und Standard) ab. Es basiert auf dem bisherigen Superstar, hat aber Stahlspannreifen und ein überarbeitetes Starcast Aufhängungssystem.
Das Superstar gibt es in Zukunft nur noch in der Hyperdrive Version.
Unterhalb des Imperialstars gibt es jetzt wieder das Swingstar mit einem 13“/18“ Messing Beckensatz.
Auf der Yamaha Seite wurde von einer Revolution im Trommelbau gesprochen und eine Zeituhr tickte bis vor kurzem herunter.
Das mit Steve Jordan entwickelte Club Custom ist aber auch in der Tat eine sehr ansehnliche Neuentwicklung.
Gefertigt aus 100% Kapur, einem Holz, das bereits beimYamaha PHX Verwendung fand
(>> www.drummermagazin.de / 0209)
und einem sehr ansprechenden Äußeren könnte das ein echter Erfolg werden.
Zwei matte Finishes sowie drei handlackierte Swirl Finishes (!) lassen das Herz eines jeden Drummers höher schlagen.
Das Stage Custom wird als Be Bop Kit mit 12“ x 8“ Tom und 14“ Floor gezeigt.
Und auch das Gigmaker bekommt ein Update spendiert.
Die 16. Generation Zildjians hat das Licht der Welt erblickt und ganz zukunftsorientiert gibt sich auch der älteste Beckenhersteller der Welt. Intelligent Percussion ist das Motto.
Es stellt ein Hybrid System aus patentierten “Low-volume Acoustic Cymbals“ mit innovativen Mikrophon - Signal Übertragung und Modellierung sowie einer digitalen Schatzkammer von bisher der Öffentlichkeit unzugänglichen Referenz Becken.
Ebenso an diesem Stand ein neu entwickeltes Drum Rack (?) und der Groove Player App für iPhone und iPad.
Fragt sich, ab wann etwas dann nichts mehr mit Drumming zu tun hat.
Am Hauptstand werden die Z3 19” und 21” Ultra Hammered Chinas und das weiter entwickelte 22” A Zildjian Swish Knocker sowie einige neue Stockmodelle gezeigt.